Der Maler, Grafiker, Bühnenbildner und Schriftsteller Karl Jakob Hirsch (1892 -1952) war ein Künstler, dem viele Talente auf seinem Lebensweg mitgegeben waren. Im Künstlerdorf Worpswede lebte und arbeitete er nach 1911 mit Unterbrechungen bis in die Mitte der 20er Jahre. Hirsch widmete seiner ersten Frau, der Worpsweder Ärztin Dr. Auguste Lotz (1889 - 1947), den Roman "Der alte Doktor" (Bremen 1994).
An den literarischen Sensationserfolg von 1931 mit seinem Roman "Kaiserwetter" konnte der Schriftsteller, bedingt durch Krieg und Emigration, nicht mehr anknüpfen. Insbesondere nach dem Ersten Weltkrieg blieb der Künstler ein politisch denkender Mensch. Nach der Rückkehr 1945 aus den USA nach Deutschland ging es dem Autor in seiner publizistischen Arbeit vor allem um die Aufarbeitung der jüngsten Geschichte; so auch in Hirschs, bisher unveröffentlicht gebliebenen letzten Romanmanuskript, "Einer muss es ja tun", 1951 in sieben Wochen geschrieben und neun Monate vor seinem Tod beendet.
Der Roman "Einer muss es ja tun", erstmalig 2003 in VDG-Weimar veröffentlicht, ist das einzige Werk, das Karl Jakob Hirsch mit fünf Tuschzeichnungen selbst illustriert hat. Zivilcourage und Menschlichkeit sind die Botschaften dieser Publikation, die sie, auch über fünfzig Jahre nach dem Entstehen, absolut zeitgemäß erscheinen lassen.